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Il Fagiolo di Sorana - Die Bohne aus Sorana IGP
Perlen farben, klein und mit einer hauchdünnen Schale wird diese Bohnensorte in kleinen Landflecken dem Fluss Pescia entlang angebaut. Das Anbaugebiet erstreckt sich über 660 Hektaren und 4,5 km von den Ortschaften von Castelvecchio bis Sorana; einst war dieses an Wasserläufen reiche Gebiet unter dem Namen „Valleriana“ bekannt. Verschiedene glückliche Zustände haben dieser Bohnenart zu großer Bekanntheit verholfen. Ideale Höhe des Anbaugebietes, zwischen 200 und 750 Meter Höhe, reichliches vorhanden von kalkarmen Wasser, eine günstige Luftfeuchtigkeit, optimale Sonnenlage, gute Dränung des sandigen Bodens.
Bekannterweise kamen die Bohnen aus Amerika, wie auch der Mais, doch im Gegensatz zu den Kartoffeln und den Tomaten, wurde die Bohnenpflanze schnell und ohne Misstrauen akzeptiert. Es handelt sich dabei um eine Sommerkultur mit einem hohen Wasserverbrauch. Der Anbau von Bohnenpflanzen hat sich schnell in der ganzen Toskana verbreitet und wurde besonders dort eingesetzt, wo neues Ackerland nach der Trockenlegung im 16. und 17. Jahrhundert von Sumpfgebieten gewonnen wurde. Im Gebiet um Sorana baute man Bohnen den Wasserläufen entlang, oft sind die Anbauflächen von Schutzmauern oder Wassergraben umgeben.
Schon zu Rossinis Zeiten war die Bohne aus Sorana bekannt: in einem Brief an seinen in Pescia lebenden Freund und Maestro Giovanni Pacini bestellt er ausdrücklich diese rare und kostbare Hülsenfrucht als Gegenleistung für die Korrektur von Partituren. Nach Napoleon, im 19. Jahrhundert, beginnt die Epoche der Industrialisierung und zahlreiche Papiermühlen wurden erbaut. Die Bauern lernten neue Berufe, doch hat sich die Tradition des Bohnenanbaus bis heute erhalten.
Heute steht die Bohne aus Sorana unter einem von Slow Food erteilten Güteschutz. Zur Vermeidung von Nachahmungen brauchen die einheimischen Hersteller ein gemeinsames Gütesiegel.

Miele – Bienenhonig
Honig wird bekannterweise von den Bienen aus Blüten-Nektar arbeitsam hergestellt. Der ständige Kontakt von einer Biene mit den Anderen ermöglicht auch eine Anreicherung an Enzymen, welche in den Drüsen-Ausscheidungen der Bienen enthalten sind.
Akazien-Honig, Blumenhonig, Kastanienblüten-Honig sind einige der verschiedenen Honigsorten auf den pistoiesischen Bergen.
Die Tradition empfiehlt diesen aromareichen Honig mit den einheimischen Schafskäse zu kosten.

Pomodoro Stella – Stern-Tomaten
Diese Tomatensorte auch Tomate aus Pescia oder auch Morianese genannt ist sehr rippenförmig und ziemlich flach, seine Farbe ist ein kräftig rot. Sehr schmackhaft mit festem Fruchtfleisch. Diese, dank ihrer originellen Form und Aroma bekannten Tomate isst man am Besten frisch auf Brotscheiben, oder verarbeitet sie auch zu Tomaten-Konserven. Einst wurden die Tomaten nach der Ernte in Flechtkörben auf Strohböden gelagert.

La patata. Die Kartoffel.
Die weiße Kartoffel aus Melo, ein kleiner Vorort von Cutigliano, ist rundlich, leicht flachgedrückt, innen weiß und weist eine glatte Schale auf. Diese Mittelgrosse Kartoffelart kennt man dank ihres zarten Geschmackes und dem hohen Gehalt an Stärke und Phosphor. Das Anbaugebiet liegt über 1000 Meter Höhe und wird unter strengen biologischen Richtlinien angebaut.

Grano Marzolo– Märzkorn
Diese Getreideart weist sehr helle, starke und hoch gewachsene Strohhalme auf. Dieses Getreide wird im März gesät und im September geerntet. Die Ernte wird immer noch von Hand betrieben und das Getreide in „Mannucci“ (Bündel) gebunden. Die Drescharbeit übernimmt eine spezielle Holzmaschine. Das Korn wird dann in großen Holzkisten gelagert und schließlich mit einer Steinmühle gemahlen. Heute wird damit noch Brot oder der bekannte Tortello del Melo (einheimische Maultaschen) hergestellt.

Trattoria da Sandrino
Gleich vor der Ortschaft Sorana steht dieses kleine und einfache Gasthaus, eben die Trattoria Da Sandrino, wo in großen Speisebrettern diese köstliche Bohnen als Beilage zu jedem Speisegang serviert werden. Der Wirt Attilio Marsili ist der Enkel von „Sandrino“ und Urenkel von Alessandro, der 1863 den Gasthof eröffnete. Er wird Ihnen gern einige Kochgeheimnisse verraten.

Ponte di Castelvecchio, Sorana – Pescia (Pistoia), Tel. 0572 407014. Reservierung ist samstags und sonntags erwünscht. Montagabend und Dienstag geschlossen.





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